Historische Daten im Überblick
1000v. Chr. : Schon zur Zeit der Kelten soll sich auf dem Marienburg eine Fliehburg befunden haben.
650 : Der fränkische Herzogssitz befindet sich in Würzburg.
689 : Die Missionare Kilian, Kolonat und Totnan predigen und Würzburg und sterben hier den Märthyrertod (Legende von Kilian, Kolonat und Totnan). Seitdem gelten sie als Schutzpatrone der Stadt. Ihre Gebeine werden in Neumünster, ihre Schädel im Dom aufbewahrt. Ihnen zu Ehren findet einmal im Jahr das „Kiliani“- Volksfest statt.
01.05.704 : Würzburg wird erstmals urkundlich erwähnt.
742 : Gründung des Bistums Würzburg
1402 : Erste Gründung der Universität Würzburg
1573–1617 : Der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn regiert in Würzburg und prägt die Stadt maßgeblich. Viele Gebäude erinnern heute noch durch ihren Namen an den Füstbischof, wie zum Beispiel da „Juliusspital“, das 1557 gegründet wurde oder die „Juliuspromenade“.
1582 : Die Julius-Maximilians-Universität Würzburg wird neu gegründet.
1720–1744 : Bau der Residenz, die mit der Festung Marienberg zu den bedeutendsten und bekanntesten Bauwerken Würzburgs gehört. 1981 ernennt die UNESCO die Würzburger Residenz zum Weltkuturerbe.
1803 : Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses gehört Würzburg jetzt zum Kurfürstentum Bayern.
1817 : Würzburg wird Hauptstadt des heutigen Unterfranken
1895 : Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt in Würzburg die „Röntgen- Strahlen“. Eine Gedenkstätte kann im ehemaligen Physikalischen Institut, heute einem Teil der Fachhochschule Würzburg am Röntgenring, besichtigt werden.
1934 : Würzburg wird Großstadt
16. März 1945 : Fast vollständige Zerstörung Würzburgs durch eine Bombardierung.
Durch eine Bombardierung der Royal Air Force wurde ungefähr 90% des historischen Würzburgs (und damit auch viele wertvolle Kulturgüter wie Teile von Festung oder Residenz) zerstört oder verbrannt und über 5000 Menschen getötet. Ein Modell der fast völlig zerstörten Stadt, sowie die Namen derjenigen Getöteten, die identifiziert werden konnten, findet man in einer Gedenkstätte beim Grafeneckart. Der Beginn des Wiederaufbaus nach der Katastrophe ist den Trümmerfrauen zu verdanken; erst 1947 wird das Schutträumen und der Wiederaufbau privaten Unternehmen aufgetragen.
1970 : Erst 25 Jahre nach der verheerenden Bombardierung ist der Wiederaufbau der Altstadt Würzburg zum größten Teil abgeschlossen.
Die bekanntesten Persönlichkeiten in Würzburg
Walther von der Vogelweide (1170 - 1230),
Mittelhochdeutscher Minnesänger
Gedenkstätte im Lusamgärtchen hinter dem Dom.
Konrad von Würzburg (um 1230 - 1287),
Mittelhochdeutscher Dichter
Tilman Riemenschneider (1460- 1531),
Bildhauer und Bildschnitzer
Diverse Arbeiten Riemenschneiders in Würzburg und Umgebung, z.B. Adam und Eva der Marienkapelle (Mainfränkisches Museum) oder Altar mit der Beweinung Christi in Maidbronn bei Würzburg.
Matthias Grünewald (um 1470 - 1528),
Maler der Spätgotik
Maria- Schnee Altar in Bad Mergentheim in der Nähe von Würzburg.
Antonio Petrini (um 1620-1701),
Barockbaumeister
Erbauer des Stift Haug in der Innenstadt Würzburgs.
Balthasar Neumann (1687 - 1753),
Barockbaumeister
Erbauer von Residenz und das Käppele.
Giovanni Battista Tiepolo (1696 - 1770),
Maler
Maler der weltberühmten Deckenfresken der Residenz.
Friedrich Koenig (1744 -1833),
Buchdrucker, Erfinder der Druckmaschine und Begründer der unterfränkischen Maschinenbauindustrie
Koenig & Bauer AG in Oberzell bei Würzburg .
Philipp Franz von Siebold (1796 - 1866),
Arzt und Japanforscher
Sieboldmuseum in der Zellerau in Würzburg.
Wilhelm Conrad Röntgen (1845 - 1923),
Entdeckung der Röntgenstrahlen, Nobelpreis für Physik 1901
Gedenkstätte in der Fachhochschule Würzburg am Röntgenring.
Werner Heisenberg (1901 - 1976), Physiker und Nobelpreisträger
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